01.06.2018: Schwere Unwetter über Pinggau

 

Als sich zur Mittagszeit die dunklen Regenwolken bedrohlich zusammenballten, hoffte man noch, dass sich das aufziehende Unwetter nicht zu stark auswirken würde. Doch fünf Hagelschauer innerhalb einer Stunde belehrten uns eines Besseren. Zusätzlich öffnete der Himmel seine Schleusen, sodass ab etwa 13.00 Uhr die Notrufe im Minutentakt eintrafen. Zahlreiche Keller standen unter Wasser, Wohnräume wurden überflutet, Straßen und die Burgenlandlinie der ÖBB wurden unterwaschen, Hänge rutschten ab. Das Einsatzgebiet reichte von der Brandstatt bis nach Sinnersdorf. Aufgrund der Dimension des Unwetters wurde daher sofort Abschnittsalarm ausgelöst. Ab Haideggendorf drohte die Pinka aus den Ufern zu treten. Als erste Sicherheitsmaßnahme wurden Sandsäcke aus der Katastrophenhalle des BFVHB angefordert. Doch zum Glück ging der Wasserstand wieder zurück, sodass der Einsatz der Sandsäcke nicht erforderlich war. Seine erste große Bewährungsprobe bestand der im Tauchenbachtal errichtete Hochwasserschutz, denn ansonsten hätte es für den Gewerbepark Süd wohl wieder „Land unter“ geheißen.
Insgesamt waren die 7 Feuerwehren des Abschnittes IV mit 18 Fahrzeugen und 128 Mann den ganzen Nachmittag über in Dauereinsatz. OBR Thomas Gruber und Bezirkshauptmann Mag. Max Wiesenhofer verschafften sich im Verein mit BGM Leopold Bartsch einen ersten Überblick über die Schadenslagen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Feuerwehrkameradinnen und –kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Bevor die Feuerwehren am Abend wieder einrückten, gab es noch eine wohlverdiente Verpflegungsaufnahme im Feuerwehrhaus Pinggau.

Eingesetzte Kräfte: KDO, MTF, TLF 4000, RLF, LF Pinggau + 33 Mann; FF Baumgarten, FF Götzendorf, FF Schäffern, FF Schaueregg, FF Sinnersdorf, FF Sparberegg