03.12.2018: Bruch der Wasserversorgungsleitung im Tränktörl

 

Zwischen Hochbehälter 6 und der Wasseraufbereitungsanlage im Tränktörl kam es gegen Mittag zu einem Bruch des Leitungsstranges mit massiven Auswirkungen. Binnen einer halben Stunde hatte sich der HB 6 komplett entleert, 600 000 Liter Wasser bahnten sich einen Weg Richtung Graben und unterschwemmten die Glaserstraße. Beim Eintreffen der Feuerwehr Pinggau war nur ein Riss im Asphalt sichtbar. Plötzlich, mit einem Kracher, setzte sich der Hang in Bewegung, rutschte in die Tiefe und riss mächtige, 30m hohe Fichten mit sich. Die am Ort des Geschehens anwesenden Feuerwehrmänner liefen faktisch um ihr Leben. Nur mit viel Glück konnte eine Katastrophe verhindert werden. Durch diese Hangrutschung wurde auch die Glaserstraße auf einer Länge von etwa 50m zum Großteil weggerissen.
Somit waren Pinggau und Pinkafeld von der Wasserversorgung komplett abgeschnitten. Um diese wieder zu gewährleisten, legten die Feuerwehren Pinggau, Schaueregg und Sparberegg zwei jeweils knapp 700m lange Schlauchleitungen zwischen HB 6 und Wasseraufbereitungsanlage. Danach begann im Schichtbetrieb für die vorher genannten Feuerwehren plus FF Baumgarten die Aufsicht über die Wasserförderung und die Schlauchleitung. Einerseits musste das Wasser im HB 6 angesaugt und zur WAA gefördert und andererseits musste bei der WAA der Druck permanent kontrolliert und entsprechend dem Wasserverbrauch angepasst werden.
Während die Bevölkerung von Pinggau und Pinkafeld von diesem Großschadensereignis faktisch nichts bemerkte, bedeutete dies Großeinsatz für die genannten Feuerwehren über mehr als zwei Tage. Erst am Mittwoch war eine provisorische Wasserleitung wieder zusammengeschlossen, sodass die Feuerwehren mit dem Abbau ihrer Gerätschaften beginnen konnten. Am späten Mittwochnachmittag war dann endlich Einsatzende.
Insgesamt waren die Feuerwehren Pinggau, Schaueregg, Sparberegg und Baumgarten mit 11 Einsatzfahrzeugen und 82 Mann, welche 622 Einsatzstunden leisteten, im Einsatz.