Anhaltende Waldbrände in unterschiedlichen Mittelmeerregionen sowie im Bereich des westlichen Balkans hatten, trotz maximalen Kräfteeinsatzes der örtlichen und überregionalen Löschkräfte im Hochsommer 2021 gedroht, außer Kontrolle zu geraten. Angesichts dieser damals besorgniserregenden Lageentwicklung wurden von den betroffenen Staaten Hilfsansuchen an die entsprechenden Einrichtungen der Europäischen Union gestellt. Auch aus Nordmazedonien wurde internationale Hilfe erbeten. Über den EU-Zivilschutzmechanismus erfolgte sodann die Mobilisierung und Koordination weiterer Unterstützung. Dazu zählten auch Löschteams aus Österreich, die sich aus niederösterreichischen und steirischen Feuerwehreinheiten zusammensetzten. Die Koordination aller dafür notwendigen Maßnahmen sowie die Einsatzbegleitung wurden, wie in solchen Fällen üblich, vom Bundesministerium für Inneres sichergestellt. Unter der Führung des LFV Niederösterreich waren die steirischen Kräfte zum überwiegenden Teil für die Sicherstellung der Wasserversorgung über lange Wegstrecken verantwortlich.
Aus der Steiermark waren vom 4. bis 14. August in Summe 173 Feuerwehrmitglieder eingesetzt, 132 davon mit 17 Fahrzeugen im direkten Auslandseinsatz. 26 Feuerwehrmitglieder waren in den zehn Einsatztagen im Landesführungsstab tätig, 15 weitere im Bereich von Transport und Logistik. Einer von diesen 173 Feuerwehrmitgliedern war OBI d.F. Alexander Wolf, der im Landesführungsstab zum Einsatz kam.
In Anerkennung ihrer Verdienste wurde am 26. März in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark den steirischen Feuerwehrmitgliedern das Katastrophenverdienstzeichen des Österr. Bundesfeuerwehrverbandes zur Verleihung gebracht und für den Einsatz gedankt. Den wahrscheinlich emotionalsten Dank erfuhren die Feuerwehrmitglieder von den betroffenen Menschen vor Ort direkt, wie auch Landesfeuerwehrkommandant LBD Reinhard Leichtfried zu berichten wusste. „Ich persönlich habe noch nie so eine Dankbarkeit von Menschen, die wir vorher noch nie gesehen haben, und auch wahrscheinlich nie mehr sehen werden, verspüren können. So etwas vergisst man sein ganzes Leben nicht mehr“, erinnerte sich Leichtfried in seinen Ausführungen.
Fotos: LFV Stmk