Nachdem ein PKW gegen die Außenleitschiene geprallt war, stand das Wrack in einer nur schwer einsehbaren Rechtskurve der A2 bei km 86 quer zur Fahrbahn auf der 1. Fahrspur. Beim Eintreffen der Feuerwehr bot sich folgende Situation: Polizei, ASFINAG und Rettung waren bereits vor Ort, zwei Personen hatten Verletzungen unbestimmten Grades erlitten, geringe Mengen an Betriebsmittel waren ausgeflossen und der Unfallbereich war nur auf engstem Raum abgesichert. Sofort wurde von der Feuerwehr der Einsatzbereich großflächig abgesichert und die ausgeflossenen Betriebsmittel wurden gebunden. Weiters wurde die Batterie abgeklemmt, um eine weitere Gefahrenquelle auszuschalten. Dann tauchten leider einige Probleme auf. Während der PKW-Lenker die Feuerwehr beauftragte, den PKW zu bergen, bestand ein Beamter der API darauf, dass dies ein Abschleppunternehmen durchzuführen habe. Die FF Pinggau ist absolut an keinen Differenzen mit der API interessiert, doch diese Aktion löste bei den Anwesenden doch einige Verwunderung aus. Erstens ist es die Entscheidung des Verunfallten, wer die Bergung durchführt. Zweitens passierte der Unfall an einer nicht ungefährlichen Stelle der A2. Drittens dauerte es nahezu eine Stunde, bis das Abschleppunternehmen eintraf, was eine unnötige Verkehrsbehinderung bewirkte. Viertens hat die FF Pinggau mit besagtem Abschleppunternehmen bestes Einverständnis und in einem protokolliertem Gespräch genau die Abläufe bei einem VU auf der A2 geklärt. Es braucht niemand Angst zu haben, dass die Feuerwehr einem Gewerbebetrieb die Arbeit wegnimmt. Wir glauben, dass es im Sinne aller Beteiligten sein muss, dass eine Unfallstelle auf einer derartig hochfrequenten Verkehrsverbindung, wie es die A2 ist, so schnell wie möglich geräumt wird. Ein Blick auf die andere Seite des Wechsels zeigt, wie friktionsfrei derartige Dinge gelöst werden können. In diesem Zusammenhang ein Appell unsererseits: Nur gemeinsam können wir derartige Probleme lösen, und genau deswegen ist die FF Pinggau da.